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Leserbrief

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Hilfe, das Smartphone stresst mein Kind

Hallo, liebes Roland-Kinderrechte-Team …

Bei uns zu Hause hängen unsere Kinder von morgens bis abends an ihrem Smartphone. Irgendwie können meine Frau und ich die Kinder kaum dazu bringen, das Ding mal aus der Hand zu legen. Freunde von uns empfehlen technische Lösungen. Wie stehen Sie dazu?

Peter V. (Cuxhaven)

 

Lieber Herr V.,

zu technischen Lösungen raten wir nur sehr ungern. Denn die Erziehung der Kinder ist viel zu wichtig, um sie technischen Geräten zu überlassen. Wir empfehlen Ihnen Folgendes:

  1. Medienführerschein: Schauen Sie im Netz nach einem Medienführerschein, den sollten Ihre Kinder durcharbeiten, um für die Chancen geschult und für die Gefahren sensibilisiert zu werden.
  2. Verträge: Schließen Sie mit Ihren Kindern einen Mediennutzungsvertrag. Binden Sie Ihre Kinder in die Festlegung der Regeln mit ein. Denn Kinder halten sich eher an Regeln, die sie mitentwickeln durften.
  3. Regelmäßiger Check: Die Regeln des Vertrags müssen immer wieder überprüft werden. Erstens werden die Kinder älter, und ihre Ansprüche ändern sich, und zweitens gibt es immer wieder technische Neuerungen und Angebote.
  4. So können Regeln aussehen:
    Zu Hause angekommen, wandert das Handy erst einmal am Eingang in ein Körbchen. Erst wenn die Sachen erledigt sind, die anstehen, kann es wiedergeholt werden.
    • Kein Smartphone beim Essen.
    • Kein Smartphone beim Lernen oder Hausaufgabenmachen.
    • Kein Smartphone im Kinderzimmer über Nacht.
    • Klingeltöne und Nachrichtenfunktionen bei App-Games deaktivieren.
    • Nachrichtenfunktion aus dem Sperrbildschirm verbannen.
    • Medienfreie Zeiten vereinbaren.

Regeln alleine nützen übrigens nichts. Feste Zeiten zu vereinbaren ist einfach, sich um ihre Einhaltung zu bemühen allerdings superanstrengend, doch leider dringend notwendig. Zugegeben, das macht nur wenig Spaß, aber so ist leider Erziehung.

Ihr Roland-Kinderrechte-Team