Logo stark! für deine Rechte

Symbol Wir helfen Dir

Leserbrief

© Pathathai Chungyam / Fotolia

Die leidige Sache mit dem Taschengeld

Sehr geehrtes Roland-Kinderrechte-Team

Bei uns zu Hause gibt es ständig Stress, wenn es ums Geld geht. Genau genommen um mein Taschengeld. Ich bin schon 14 Jahre alt und finde, dass mir Taschengeld gesetzlich zusteht. Meine Eltern sehen das anders, und es ist ja auch nicht so, dass ich kein Taschengeld bekomme. Nur kriege ich viel zu wenig! Alle meine Freunde bekommen viel, viel mehr! Nur lassen sich meine Eltern auf nix ein. Aber was soll ich mit 20 € im Monat schon anfangen?
Bitte helft mir!!!

Danni aus Monheim

 

Liebe Danni,

danke für deine Mail. Wir haben uns in der Redaktion auch gerade gefragt, wie zufrieden wir damals als Kinder mit unserem Taschengeld waren. Glaub uns, es war nie genug ;-)!
Rein gesetzlich kann in Deutschland niemand zum Zahlen von Taschengeld gezwungen werden, aber natürlich wäre es eine Sache der Vernunft, seinen Kindern wöchentlich oder monatlich Geld zu geben. Bloß kann sich das nicht jeder leisten.
Trotzdem ist Taschengeld wichtig, denn Kinder und Jugendliche müssen lernen, mit Geld umzugehen und es sich einzuteilen. Bei jungen Kindern ist eine wöchentliche Auszahlung empfehlenswert, bei älteren Kindern eher eine monatliche. Eltern können sich überlegen, ob sie ihren Kindern einfach so zu einem fest vereinbarten Zeitpunkt die Summe in die Hand drücken oder doch lieber das Ganze mit einem Konto regeln.
Auf www.taschengeldtabelle.com findest du dazu unverbindliche Empfehlungen.

6 bis 8 Jahre
€ 0,50 bis € 2,–
wöchentlich

8 bis 10 Jahre
€ 2,–  bis € 3,–
wöchentlich

10 bis 12 Jahre
€ 8,–  bis € 14,–
monatlich

12 bis 14 Jahre
€ 12,– bis € 20,–
monatlich

14 bis 16 Jahre
€ 18,– bis € 35,–
monatlich

16 bis 18 Jahre
€ 30,– bis € 60,–
monatlich

18 bis 20 Jahre
€ 50,– bis € 80,–
monatlich

Wenn dein Geld nicht ausreicht und deine Eltern nicht mehr rausrücken, dann raten wir dir zu einem Schülerjob. Babysitten, Laub rechen – irgendwas fällt immer an. Außerdem:
Wenn du 14 bist, hast du sicherlich ein Handy oder ein Smartphone, oder? Darin enthalten ist bereits eine heimliche Taschengelderhöhung, denn das Gerät kostet Geld, der monatliche Unterhalt auch. Das solltest du auf jeden Fall in deine 20 Euro mit einrechnen.

Dein Roland-Kinderrechte-Team