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© goodluz / Fotolia

Recht gegen Ausbeutung: Was ist Sexting?

Der Begriff Sexting ist eine Mischung aus dem Worten ‚texten‘ und ‚Sex‘. Er bezeichnet den Vorgang, wenn jemand Nacktbilder von sich durch das Netz schickt.

Machen das denn viele Menschen?

Ja, leider. Der berühmteste Fall aus den USA ist wohl Anthony Weiner. Der Kongressabgeordnete der Demokraten verschickte Nacktbilder von sich, die unter anderem 15-jährige Mädchen erreichten. Weiner musste von seinem Amt zurücktreten und wurde zu 21 Monaten Haft verurteilt. Weiner war übrigens der Ehemann der Chefberaterin von Hillary Clinton. Manche Politikkenner sagen, dass Clinton auch wegen Weiner ihrem Kontrahenten Donald Trump unterlegen war.

Machen das auch Kinder?

Ja, der Klassiker geht so: Ein 13-jähriges Mädchen findet einen 13-jährigen Jungen toll. Sie fragt ihn, ob er mit ihr gehen möchte. Daraufhin verlangt er von ihr ein Foto ihrer Brüste als „Zeichen, dass du mich wirklich magst“, wie er sagt. Das Mädchen sträubt sich erst, denn sie ist ganz sicher, dass der Junge das heikle Foto von ihr an seine Freunde verschicken würde. Doch er schwört, dass er es nur für sich haben möchte. Kaum gibt das Mädchen nach, verbreitet der Junge das Foto mit ihrem richtigen Namen und einem fiesen Spruch über alle Onlinekanäle an seine Freunde. Das Foto macht nicht nur die Runde, sondern wird auch immer weiter und weiter geteilt. In Berlin wurde übrigens 2015 ein Junge deswegen zu 1000 Euro Geldstrafe verurteilt. Außerdem musste er sich bei dem Mädchen entschuldigen.

Wie kann ich Sexting verhindern?

  • Mit Kindern vorab über Sexting sprechen.
  • Selfie ist okay. Aber bitte angezogen.
  • Erklären, dass sie keine Bilder in knapper Bekleidung oder gänzlich unbekleidet versenden oder posten sollten.
  • Keine Nacktbilder, weder als Mutprobe noch aus Jux.
  • Gar keine Bilder an Fremde verschicken.
  • Wird das Handy gehackt, könnten solche Bilder mit unangenehmen Folgen verbreitet werden.
  • Wenn Kinder solche Bilder empfangen, sollten sie ihren Eltern Bescheid geben. Gemeinsam kann dann etwas unternommen werden. Etwa die Polizei einschalten.